Diese Webseite kann Cookies einsetzen, auch zur Optimierung der Webseitennutzung und zur Auswertung von Webseitenbesuchen (s. Datenschutzhinweise, auch zur Ablehnung). Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weiterführende Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Fachstelle für Kinder und

Jugendpastoral Andernach

Liebe Jugendliche, liebe Engagierte in der Jugendarbeit

… an Tagen wie diesen

... wünscht man sich und anderen Unsterblichkeit, wenn auch in einem ganz anderen und vor allem sehr existenziellen Verständnis. Als Wunsch für sich und vor allem für diejenigen, die besonders betroffen oder bedroht sind.

 

Nicht erst seit der Ansprache der Kanzlerin dürfte es (hoffentlich) auch den Letzten klar sein, dass die derzeitige Situation etwas Außergewöhnliches, in dieser Form vielleicht seit der Erfindung des Penicillins, nicht mehr Dagewesenes ist.

 

Das sogenannte Coronavirus stellt alles auf den Kopf und uns vor Herausforderungen… und vor Möglichkeiten.

 

Als Fachstelle möchten wir Euch und Ihnen ein paar Hinweise geben, wie wir einen Beitrag im Kampf gegen das Virus und zur Solidarität leisten können.

 

Zeit für Nachbarschaftshilfe

Diese wird ja nun allenthalben angeboten, und das ist sehr gut so. Auch als Jugendgruppen bzw. als einzelne Personen könnt ihr auf diesem Weg einen Beitrag leisten, dass die am meisten gefährdeten und geforderten Menschen in dieser Zeit Unterstützung und Hilfe erfahren.

Wir denken natürlich an die alten und vorerkrankten Menschen. Wir denken aber auch an diejenigen, die in der Pflege und Medizin tätig sind und teilweise bis zum Umfallen arbeiten, um Patienten zu helfen. Ebenso denken wir an diejenigen, die sich gerade um ihre Kinder kümmern müssen und deshalb das Haus nicht verlassen können/sollten.

Hilfe und Unterstützung bedarf es insbesondere bei der Erledigung von Einkäufen, der Abholung von Medikamenten aus der Apotheke oder ähnlichen Botengängen. Vielleicht könnt ihr Euch bereits existierenden Gruppen, die diese Hilfe anbieten, anschließen. Vor allem könnt ihr das Angebot in euren Gemeinden gut verbreiten. Die Hemmschwelle, solch eine Unterstützung auch anzunehmen, ist hoch und der persönliche Kontakt zu Euch und das Wissen um die Verbundenheit in der Gemeinde macht es den Betroffenen leichter das Angebot anzunehmen.

 

Zeit für eure Jugendgruppe

Wir bitten Euch dringlichst, euch nicht persönlich zu Leiterrunden oder anderen Terminen zu treffen! Das ist absolut nicht hilfreich.

Jedoch die Zeit zu nutzen gemeinsam an Dingen für die Zukunft zu planen, zu überlegen, was wollen wir erreichen, geht jetzt gut. Vielleicht zeigt die Situation uns etwas auf, dass wir bisher nicht bedacht haben.

Internettools durch die ihr kontaktlos miteinander arbeiten könnt gibt es viele, bspw. könnt ihr Video- oder Telefonkonferenzen abhalten oder direkt gemeinsam online Textdokumente bearbeiten. Dropbox, etherpad und andere Dinge sind Euch sicher vertraut.

Wer dabei auf Datensicherheit achten möchte, kann sich unter https://digitalcourage.de/digitale-selbstverteidigung Tipps holen.

 

 

Zeit für Kinder

Dieses könnte schwer werden, aber es ist einen Versuch wert. Viele Familien und Alleinerziehende müssen sich gerade auch um ihre Kinder kümmern. Wenn man nicht von zuhause aus arbeiten kann erschwert das die Situation zusätzlich. Vielleicht besteht eine Möglichkeit, dass ihr je ein Kind betreut. Bitte versucht nicht, zwei, drei, fünf oder mehr Kinder zusammen zu bringen. Um das zu verhindern wurden ja Schulen und Kitas geschlossen. Denkt hierbei auch zuerst an Menschen, die in den gerade höchst relevanten Berufen tätig sind. Auch die zahllosen Mitarbeiter*innen in den Lebensmittelgeschäften, die durch ihre Arbeit unsere Grundversorgung sichern sind hier von großer Bedeutung und nicht außer Acht zu lassen. Ein Anruf im Krankenhaus oder im Supermarkt, ob ein solcher Aushang möglich ist und als hilfreich erachtet wird, ist anzuraten. Besser natürlich, ihr könnt betroffene Personen direkt ansprechen. Wenn ihr an so was denkt: Möglichst immer die gleiche Person im Kontakt mit dem gleichen Kind, nicht durchwechseln.

 

Für Kinder kann die jetzige Situation besonders schwer sein. In engen Wohnsituationen, belasteten Familienverhältnissen leben, ohne Möglichkeiten des Rückzuges oder anderer hilfreicher und sicherer Orte, wie Kita, Schule oder Jugendgruppen, ist es nicht einfach, gut durch diese Zeit zu kommen. Für diese Kinder (und alle Interessierten) hat die Fachstelle Kinder- und Jugendschutz des Bistums Trier eine Homepage gestaltet, die auf kindgerechte Weise Kinder in ihren Rechten stärken will, Mut machen möchte ihre Grenzen zu zeigen, sich Hilfe zu holen und sich mit schwiereigen Themen und Situationen auseinanderzusetzen. Dieses Angebot richtet sich an Kinder ab etwa 9 Jahren. Näheres dazu unter der folgenden Homepage:

Veröffentlichung der Kinderhomepage: grenzenzeigen.de;

 

Zeit für Blutspende

Leider führt die derzeitige Situation dazu, dass die Versorgung mit Blutkonserven fast am Zusammenbrechen ist. Überlege bitte, ob Du nicht zur Blutspende gehen kannst. Auch damit kann jede*r gerade einen Beitrag leisten, Leben zu retten.

Es gibt keinen sterileren Ort als den Blutspendedienst, absolut gefahrlos.

Allerdings musst Du 18 Jahre alt sein, um Blut spenden zu können. Aber ältere auffordern, Blut zu spenden, kann jeder.

 

Zeit für Spiritualität

Wir wissen uns verbunden mit den Menschen und mit Gott.

Bietet euren Mitmenschen an, für und mit ihnen in ihren Anliegen zu beten. Auf diese Weise könnt ihr Solidarität mit den Menschen zeigen, die gerade Schlimmes erleben müssen, ob Krankheit oder gar Tod eines*r Angehörigen, von dem*der sie nicht in der Form Abschied nehmen können, wie sie es gerne würden.

Beten allein hilft nicht. Doch der nicht greifbaren Macht des Virus eine genauso wenig greifbare und reale Macht entgegenzustellen und sich mit diesem lebensbejahenden Geist verbunden und durch ihn bestärkt zu fühlen, wird uns allen Möglichkeiten geben, in dieser Zeit Gutes zu tun. Für die Menschen, im Sinne Adolf Kolpings und im Wirken von Gottes Geist.

 

Zeit für Telefonate

Wenn man sich persönlich nicht treffen kann, aber trotzdem seine Sorgen und Anliegen teilen möchte, ist die beste Möglichkeit dazu einfach zu telefonieren. Man sieht sich zwar nicht, aber alleine die Stimme des*r Anderen zu hören gibt Mut. Macht doch den älteren und einsamen Menschen einfach ein Telefon-Angebot. Einfach nur mal mit jemandem zu reden kann extrem hilfreich sein. Und es ist komplett kontaktlos!

 

Zeit für Information

Es kursieren viele Gerüchte, Verschwörungstheorien oder sonstige Aussagen im Netz über den Ursprung des Virus oder dass es von irgendwem gewollt in die Welt gesetzt wurde. Stellt Euch mutig dem entgegen, wenn die Situation für Menschenfeindlichkeit, Diskriminierung und Verleumdung von (Menschen-)gruppen genutzt wird.

Beteilige Dich nicht an solchem Unfug! Informiere Dich bei verlässlichen Quellen, wie dem Robert-Koch-Institut www.rki.de, der Seite der Bundesregierung www.bundesregierung.de, der Informationen für Rheinland-Pfalz www.corona.rlp.de, der Weltgesundheitsorganisation www.who.int  und vergleichbaren Institutionen.

Beachtet die aufgestellten Regeln, sie dienen dem Schutz des Lebens.

 

Zeit zur Akzeptanz

Die derzeitigen Einschränkungen für das soziale Leben fallen uns allen nicht leicht. Wir haben auch vollstes Verständnis dafür, dass es gerade jungen Menschen besonders schwer fällt auf soziale Kontakte zu verzichten. Das Zusammensein mit Freunden und Gleichaltrigen hat eine so große Bedeutung. Feiern, abschalten, sich austauschen und gemeinsam etwas unternehmen ist so unendlich wichtig.

Trotzdem bitten wir Euch eindringlich und von ganzem Herzen: Haltet Euch an die Einschränkungen! Vermeidet so viele Kontakte wie nur irgend möglich. Ja, Du bist wahrscheinlich nicht Hauptbetroffene*r des Virus, doch dein Verhalten kann darüber entscheiden ob ein Mensch lebt oder nicht. Klingt dramatisch, ist aber so!

Du hast Dir vielleicht schon immer mal gewünscht ein Held zu sein, Leben zu retten. Jetzt hast Du die Chance dazu! Im Gegensatz zu diversen Actionfilmen sogar ohne Einsatz deines Lebens, sondern nur durch Verzicht auf Kontakte für eine gewisse Zeit.

Also bitte: Nicht besonders clever sein wollen und Corona-Privatpartys organisieren, sich am Kiosk treffen, ein nettes Picknick auf der Wiese veranstalten usw.  sondern fragt diejenigen, die solches veranstalten, ob sie sich der Bedeutung dessen bewusst sind. Zeigt Mut und seid widerständig gegen das, was in diesen Tagen nicht dem Leben dient.

 

So, genug der mahnenden Worte von unserer Seite.

 

Wir vertrauen auf Dich und Euch, dass Du und Ihr euren Beitrag leistet, damit alle so gut wie möglich durch diese Zeit kommen.

Wir wünschen Euch, Ihnen und euren Familien und Freund*innen ganz herzlich:

Bleibt gesund!

 

Eure und Ihre

Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral Andernach

 

Alexander Mayer                   Joachim Otterbach                Hilde Mattern

Herzlich Willkommen

Wir freuen uns über den Besuch auf unserer Homepage!

Herzlich willkommen auf den Seiten der Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral Andernach.

 

Hier findet Ihr Informationen über uns, Veranstaltungen, Schulungen, Jugendpolitik und vieles andere mehr.

 

Wir sind Servicestelle für Jugendpastoral und kirchliche Jugendarbeit für die Dekanate Ahr-Eifel, Andernach-Bassenheim, Mayen-Mendig und Remagen-Brohltal, die katholischen Jugendverbände im Zuständigkeitsbereich sowie für zahlreiche Partnerinnen und Partner im jugendpastoralen Feld.

 

Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern...